Belvelski

Objekt-Nr.: SCP-XXX-DE-EX

Klassifizierung: Erklärt

Sicherheitsmaßnahmen: Die Räumlichkeit für SCP-XXX-DE-EX ist auf einer geschützten Sektion in einem abgeschirmten Bereich zu errichten. Nach Standortnorm, für Räume mit nur beaufsichtigtem Zutritt, ist der Zugang zu der Räumlichkeit zu sichern und die Innenwände sind mit einer Schalldämmung auszustatten. Innerhalb des Raums ist eine Lagermöglichkeit für medikamentöse Utensilien und Präparate zu errichten.

Die Anwendung von SCP-XXX-DE-EX ist in Fällen von Traumatisierung am Personal oder bei Gefährdung von Sicherheitsangelegenheiten gestattet. Die Autorisierung einer Prozedur kann durch das Ethikkomitee, der Standortleitung oder dem Pendant der Overseer-Administration erfolgen. Nach Genehmigung der Anwendung wird die Prozedur durch das befugte Personal durchgeführt. Anwendungen sind mit Angabe zum Subjekt, dem Grund sowie der Prozedur zu dokumentieren und im zugewiesenen Archiv abzulegen. Die Datenverantwortung hält die Abteilung für innere Sicherheit inne und erteilt die Akteneinsicht.

Beschreibung: SCP-XXX-DE-EX umfasst ein apparaturisches Verfahren zur psychologischen Manipulation an Menschen, mit den primären Anwendungsgebieten der Verdrängung, Veränderung sowie die Hinzufügung von Erinnerungen. Zuzüglich medikamentösen Präparaten und audiovisuellen Szenarien zur Hypnoprogrammierung, besteht SCP-XXX-DE-EX aus acht Komponenten; Fixierstuhl, neuronale Kopfhaube, Kopfhörer mit Visualisierungsbrille, Digitalrechner, Schaltpult, Mikrofon, Infusionsgerät, Vitalmessgerät.

Subjekte die der Prozedur von SCP-XXX-DE-EX unterzogen werden, sind an der vorgesehenen Fixierung anzubringen und mit den restlichen Apparaturen anzuschließen. Infolgedessen wird unter Verwendung von Psychopharmaka die Gewissheit der Subjekte untergraben, mit einer parallelen Bewusstseinsaufweichung durch Hypnose, was zur Anfälligkeit des Urteilsvermögens gegenüber Suggestionen führt. Im Anschluss der Bewusstseinsaufweichung werden Schemata abgespielt, die mentale Programmierwerkzeuge im Unterbewusstsein der Subjekte hartcodieren. Während dieser Phase wird ein Zugriff auf die Schmerzrezeptoren und das Belohnungssystem des Gehirns benötigt, weshalb die Subjekte einer Neurostimulation unterzogen werden. Elektronische Impulse zur Schmerzweiterleitung dienen dabei, den psychischen Widerstand der Subjekte zu brechen. Kontrollierte Dopaminausschüttungen unterstützen die Konditionierung der Gedächtnisempfängnisbereitschaft.

Nach Abschluss der Basisprogrammierung sind den Subjekten prophylaktisch Epilepsie hemmende Mittel zu verabreichen und bei abweichenden Vitalwerten; normstärkende Maßnahmen einzuleiten, die gegebenenfalls keine langzeitliche Sitzungsstörung herbeiführen. Bei stabiler Hirnsignatur wird vor der Beeinflussung einer Erinnerung, die zu interagierende Erinnerung mit einer deduktiven Erlebniswiederholung extrahiert und rekonstruiert. Sind die Faktoren gegeben, wird das gewünschte Programm am Subjekt ausgeführt. Folglich ist den Subjekten XXX

Bei der Vornahme einer Verdrängung wird die anvisierte Erinnerung im Bewusstsein unterdrückt. Sobald dem Subjekt die Erinnerungslücke bewusstwird, wird die Gedächtnisstörung rationalisiert. Wird eine bestehende Erinnerung verändert, rationalisiert das Subjekt die künstliche Erinnerung. Wurde der Gedächtnisinhalt erweitert, füllt der Verstand des Subjekts Kontinuitätslücken mit Trugerinnerungen. Anzumerken ist, dass die Ingerenz des Erinnerungsvermögens durch die Programmierung erfolgt, allerdings die Gegebene Rationalisierung und Selbsttäuschung selbständig durch den Verstand des Subjekts erfolgt, wodurch die Erinnerungskontinuität als natürlich und eigen wahrgenommen wird. Bei Bedarf kann ein Abwehrmechanismus einprogrammiert werden, bei dem Subjekte einen psychogenen Schmerz verspüren, wenn versucht wird, die originalen Fragmente einer beeinflussten Erinnerung hervorzurufen.

Die Dauer der Prozedur entspricht rund 22 bis 42 Stunden pro Programm. Aufgrund der durchgeführten Hardcodierung fallen die nachfolgenden Programmierungen kürzer aus, da bereits mentale Programmierwerkzeuge im Unterbewusstsein der Subjekte abrufbar sind. Nach Abschluss der Prozedur erleidet das Gehirn des Subjekts eine dissoziative Amnesie, diese umfasst die direkten Umstände welche zu der Prozedur führten und die Ereignisse während der Prozedur. Empfehlenswert ist es die Subjekte in einer Umgebung zu hinterlegen, die den Umstand der Erinnerungslücke, zum Beispiel durch Alkoholkonsum, suggeriert. Bei Gebrauch von Amnesika, dass den Zeitraum der Prozedur beeinflusst, negiert dieses die Programmierung und fragmentiert die Hardcodierung. 

Durch die Prozedur treten bei den Subjekten physiologische Kurzschäden auf, die sich in Form von einer Augenreizung äußern, sowie Hautreizungen an Kopf, Hautabschürfung an Handgelenken und injektionsspuren. Nach mehrmaligen Prozeduren entsteht das Risiko von psychologischen Langzeitschäden, wobei die Ausprägung unterschiedlich ausfällt. So kann das Unterdrücken von einer Vielzahl von Erinnerungen zu gehäuften Jamais-vu-Erlebnissen führen. Bei veränderten sowie hinzugefügten Erinnerungen äußert sich dies in einer spontan auftretenden Palilalie, der eingespeicherten Erinnerungen. Bei unterdrückten Erinnerungen von Psychotraumata kommt das anachronistische Durchschimmern von unterdrückten Erinnerungen vor oder ein im Widerspruch stehendes Überlappen mit unterdrückten und künstlichen Erinnerungen; intern wird dieses mnestische Phänomen als Sickereffekt bezeichnet.

Entdeckung: Februar 2006 hat das Rechercheteam 25 die Baupläne von Projekt Rose zusammengesetzt. März 2006 wurde SCP-XXX-DE-EX zur Erforschung von der Produktionsabteilung rekonstruiert. Aufgrund des Verständnisses vom Wirkprinzip wurde dem Objekt der SCP-Status entzogen. XXX

September 1944 hat das SKP ihren letzten Prototypen von SCP-XXX-DE-EX hergestellt und die Arbeit an Projekt Vergissmeinnicht eingestellt.

April 1945 kam der letzte Prototyp durch die Schutzstaffel zum Einsatz, als ergänzendes Mittel während der Dokumentenvernichtung über das SKP.

März 1956 hat das Ministerium für Staatssicherheit den Prototyp von SCP-XXX-DE-EX der Abteilung XXV ausgehändigt, woraufhin der Prototyp analysiert und zerlegt wurde.

September 1957 hat die Abteilung XXV, unter dem Projektnamen Rose, einen eignen Prototyp von SCP-XXX-DE-EX hergestellt und an Auslandspersonen, zwecks Erforschung von Anomalien, eingesetzt.

Oktober 1989 setzte die Abteilung XXV, während der Auflösungsphase, ein letztes Mal Projekt Rose ein, um die Gedächtnisspuren ihres Personals über die Abteilung XXV zu verwischen.